OpenBikeSensor mit Deutschem Fahrradpreis ausgezeichnet

OpenBikeSensor und SimRa teilen sich den ersten Platz beim Deutschen Fahrradpreis 2022 in der Kategorie Kommunikation und Service.

Wir sind unglaublich stolz und froh, verkünden zu dürfen, beim diesjährigen Deutschen Fahrradpreis den ersten Preis in der Kategorie Kommunikation und Service gewonnen zu haben. Die Anerkennung bedeutet uns sehr viel, denn sie zeigt, wie wichtig und wertvoll die viele Arbeit ist, die wir bereits in dieses Projekt investiert haben.

Auch freut uns die Bestätigung, die unserer Zusammenarbeit mit SimRa durch die gemeinsame Verleihung des Preises zuteil wird. Wir nehmen das als Zeichen, hier auf dem richtigen Weg zu sein. Besonders bei den hochkarätigen Mitbewerbern hätten wir eine solche Platzierung eigentlich für unmöglich gehalten.

Wir haben schon viel Zeit in die Entwicklung und den Einsatz des OpenBikeSensors gesteckt, und sind noch lange nicht fertig. Natürlich werden wir das Preisgeld im Sinne des OpenBikeSensors verwenden. Die Community hat sich bereits getroffen und sich ausgetauscht über mögliche Projekte die, auch dank dieses Preises, dieses Jahr angegangen werden können. Unter anderem sind das:

  • Anschaffung und Bau einer Reihe OpenBikeSensoren, die zeitweise (z.B. für ein paar Monate) an lokale Initiativen oder Forschungsprojekte verliehen werden können.
  • Unterstützung bei der Organisation von Einzel- und Sammelbestellungen. Die genauen Maßnahmen müssen noch in der Community besprochen werden. Dies kann z.b. durch Vorrätighalten von Hardwarekomponenten, Tests der Komponenten von neuen Anbietern oder Anschaffungen von Werkzeug zum Verleih an Initiativen im Selbstbau geschehen.
  • Betrieb der technischen Infrastruktur zur Auswertung - zunächst für alle, die nicht in einer lokalen Initiative organisiert sind, welche den Betrieb übernehmen könnte.
  • Weitere sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten fallen uns sicher noch ein, und wenn du selbst Ideen hast, kannst du sie natürlich bei uns in der Community einbringen!

Jetzt mitmachen!

Auch du kannst Teil des OpenBikeSensor-Projekts werden! Es werden immer Menschen gebraucht, die ihre Zeit und ihre Fähigkeiten einbringen. Das sind nicht nur technische Themen (Entwicklung und Dokumentation), sondern auch die Organisation der Community, von Hardwarebestellungen, und nicht zu vergessen die Kommunikation mit Entscheidungsträger:innen der Lokalpolitik und Medienvertreter:innen. Melde dich gerne bei uns im Forum oder schau dich auf dieser Website um, um mehr über das Projekt zu erfahren! Auf der Karte kannst du sehen, ob es in deiner Nähe schon Initativen gibt.

Besonders gefragt sind im Moment Python-, Embedded- oder Webentwickler:innen sowie Data Scientists. Wenn du dich hier auskennst und Interesse hast, deine Fähigkeiten im Sinne einer wissenschaftlichen Untersuchung der Verkehrswende einzusetzen, können wir auf jeden Fall deine Hilfe gebrauchen! Melde dich im Forum, bei Matrix, oder direkt auf Github, und hilf uns, die Auswertung der gesammelten Daten wieder einen großen Schritt voranzubringen!

Gründung des gemeinnützigen Vereins OpenBikeSensor

Nach etwas mehr als drei Stunden war es endlich geschafft: Die Satzung verabschiedet, ein Vorstand gewählt, wir hatten einen Verein gegründet.

Gestern Abend, am 6. Dezember 2021, haben 16 Mitglieder der Community gemeinsam einen großen Schritt getan, um das Projekt OpenBikeSensor noch lange fortbestehen zu lassen. Wir haben einen Verein gegründet, der in Zukunft das rechtliche Rahmenwerk für die großartige Arbeit der vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten in und um die Community bilden kann.

Die Arbeit in der Community läuft seit mehr als zwei Jahren sehr gut. Wir haben gemeinsam schon viel erreicht, entwickelt, getüftelt, gemessen und bewegt. All das können wir gut ohne eine rechtliche Struktur, doch manchmal stoßen wir an Grenzen, wenn es um Finanzen geht zum Beispiel, um Verantwortung, oder um Haftung.

Darum haben wir uns in den letzten Wochen gemeinsam auf den Weg gemacht, eine juristische Person zu schaffen, die hier ihren Einsatz findet. Ein Verein bildet die Grundlage, gemeinnützig zu agieren, Spenden und Fördergelder zu erhalten, und für das festgelegte Ziel wieder ausgeben zu können. Außerdem löst der Verein das Problem, dass keine Einzelperson rechtlich verantwortlich sein möchte für das Handeln der Gemeinschaft.

Die Gründung war ein ganzer Batzen Arbeit. Als Autor dieses Blogeintrags möchte ich (@opatut) hier herzlich allen danken, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass die Gründung so reibungslos über die Bühne lief. Denen, die die Satzung und Gründungsveranstaltung vorbereiteten, denen, die mit ihrer Erfahrung uns zur Seite standen, und natürlich allen Gründungsmitgliedern für ihre Teilnahme an den letzten Detailarbeiten und der gemeinsamen Durchführung der Gründung.

Wie geht’s weiter?

Von den 16 Gründungsmitgliedern wurde ein Vorstand aus sieben Personen gewählt, die sich nun um eine Menge Formalia kümmern werden. Dazu gehören ein Termin im Notariat, Korrespondenz mit dem Finanzamt, die Eröffnung und Führung eines Bankkontos und noch einige andere Verwaltungsaufgaben. Das wird einige Monate dauern, bis ein “ordentlicher” Vereinsbetrieb möglich ist.

Der Vorstand nach der Gründung besteht aus @rotger, @thomaso und @margit mit den Beisitzenden @Mentra, @SubOptimal, @gluap und @opatut.

Was bringt eine Mitgliedschaft?

Eigentlich… nichts? Nun, sie gewährt selbstverständlich Stimmrecht in Vereinsangelegenheiten und kostet einen kleinen Jahresbeitrag, der dem Verein hilft, wiederkehrende Ausgaben z. B. für Infrastruktur zu decken. Das einzige, wofür eine Mitgliedschaft im Verein Voraussetzung ist, ist die Ernennung zum Vorstand. Ansonsten soll der Verein keineswegs die Arbeit der Community, wie sie bisher stattfand, einschränken. Entscheidungen werden weiter gemeinsam mit allen Interessierten gefällt, in formlosen Onlinetreffen und zwischendurch im Forum, auf Github und via Chat, über Konsens- bzw. Widerstandsentscheide. Wenn du trotzdem Mitglied werden willst, um den Verein in seiner Arbeit zu unterstützen und einen finanziellen Beitrag zu leisten, kann die Aufnahme beim Vorstand beantragt werden. Wir werden in Kürze ein Antragsformular und eine Kontaktadresse dafür bereitstellen.

Wem gehört was?

Es gibt einiges an Anschaffung, Spendengeldern beim ADFC, sowie die IT-Infrastruktur, die im Moment auf verschiedene Personen verteilt sind. Nicht alles davon muss sich jetzt ändern, aber einiges wird. Diese Website zum Beispiel wird vermutlich in der Zukunft vom Verein übernommen, aber nach wie vor von der Community bearbeitet.

Mehr Infos…

wird es in Zukunft auf der neuen Unterseite geben.

Startschuss für neues OpenBikeSensor-Forum

Wir haben vor Kurzem unser eigenes Forum gestartet, und nun heißt es offiziell: Herzlich willkommen im OpenBikeSensor Discourse:

https://forum.openbikesensor.org

Da wir uns aus verschiedenen Gründen von Slack verabschieden müssen und wollen, waren wir lange auf der Suche nach etwas neuem. Wir hoffen, dass das Forum für einen Großteil der Kommunikation zwischen Mitgliedern der Community der richtige Platz ist. Vorteile sind vor allem:

  • Das Forum kann öffentlich gelesen werden. So sind bekannte Probleme und deren Lösungen auffindbar, Entscheidungen transparent nachvollziehbar, und die Einstiegshürde zum Projekt generell geringer.
  • Die Kommunikation verläuft automatisch in Threads. Neue und aktive Themen landen ganz oben, es ist leichter die Diskussionen zu verfolgen. Starke Moderationstools erlauben das “Aufräumen” und Aufbereiten von Informationen, sodass Gesagtes langfristig hilfreich bleibt.
  • Wir haben datenschutztechnisch die Kontrolle und müssen keinem US-Konzern unsere Daten anvertrauen.
  • Discourse, die Forumssoftware, ist Open Source. Es werden nicht plötzlich hohe Kosten auf uns zukommen, wenn das Projekt “zu groß” geworden ist.

Was uns nun noch fehlt, ist eine Möglichkeit zur schnellen und unkomplizierten “Ad-Hoc Kommunikation”, also ein Chat für kurzlebige Informationen oder Koordinierung, sowie 1:1-Gespräche. Wir werden hier vermutlich eine Lösung mit Matrix anstreben, aber die genaue Umsetzung fehlt noch.

Vorerst bleibt der Slack wo er ist, aber wenn das Forum für die passenden Themen gut angenommen wird, werden wir hoffentlich bald einige Channel archivieren können.

Wir sehen uns im Forum!

OpenBikeSensor zu Gast im "Achter"

Zum internationalen Tag des Fahrrads (03.06.) hatte sich Thomas Albrecht, Fahrrad-Enthusiast aus Esslingen am Neckar und Moderator beim Freien Radio Stuttgart, einen Abstandsmesser von uns geliehen. Aus seiner Begeisterung für diesen Testlauf heraus lud er (unter anderen) Franziska zum Fahrrad-Magazin ein.

Achter, das Fahrrad-Magazin für Stuttgart und Umgebung

Ein Mal monatlich geht im Freien Radio Stuttgart das Fahrrad-Magazin “Achter” auf Sendung. Es ist ein Kessel “Buntes” zum Thema Fahrrad aus Berichten, Gesprächen mit Akteuren und viel Musik.

In der Juni-Ausgabe, stellt das Team zum Einen das “Radbündnis Filder” vor [ ab 0'41'' ]. Hier diskutieren Evelyn Sindermann und Thomas die typischen Probleme, die sich an Gemarkungsgrenzen in Sachen Fahrrad-Infrastruktur ergeben. Evelyn berichtet, wie das Aktionsbündnis vorgeht und erste Erfolge in Aussicht stehen.

Anschließend fasst Constanze die zentralen Resultate der Mitmach-Aktion “Besser Radfahren” des SWR und des Klimabündnisses zusammen [ 11'45'' ]. Bei dieser Aktion wurden die Rückmeldungen von über 10.000en Radfahrenden von Experten der Hochschule Karlsruhe ausgewertet. Die Daten stehen anonymisiert für eigene Auswertungen zur Verfügung: Download Ergebnisse der Mitmach-Aktion #BesserRadfahren.

Alle Beiträge des SWR zur Aktion findet Ihr unter www.swr.de/radfahren.

Der dritte Teil des “Achter” [ab 13'33''] widmet sich dann dem OpenBikeSensor. Thomas unterhält sich mit Franziska Köppe über das zivilgesellschaftliche Forschungsprojekt. Sie sprechen über die Vision, die Franziska dabei vor Augen hat, über den aktuellen Stand und wohin die weiteren Entwicklungen gehen könnten. Sie diskutieren objektive und subjektive Sicherheit im Straßenverkehr. Sie hinterfragen geeignete Strategien, nicht zu eng überholt zu werden. Und wie individuelle wie kollektive Forschungsvorhaben in Familien, in Schulen oder beim Arbeitgeber aussehen könnten.

Zu hören ist das Gespräch via freie-radios.net unter “Achter” Juni 2021.

Viel Spaß beim Hören!

Der OpenBikeSensor im Deutschlandfunk

Bereits am 09. Mai 2021 gab es einen Beitrag über den OpenBikeSensor in der Sendung Netzbasteln im Deutschlandfunk Nova. Der Deutschlandfunk-Nova-Reporter Moritz Metz hat selbst einen OpenBikeSensor zusammengebaut und diesen “live” auf einer Bundesstraße in Brandenburg getestet.

Der ganze Beitrag findet sich auf deutschlandfunknova.de. Auch auf Twitter hat Moritz Metz fleißig über den OpenBikeSensor berichtet.

Wir freuen uns sehr über diesen Beitrag.

Das Projekt OpenBikeSensor im Ersten

Am 26. März 2021 hat die ARD im Magazin „Brisant” einen Beitrag des SWR zum Thema Überholabstände zu Radfahrenden ausgestrahlt, mit dabei unser Projekt.

Der Beitrag beginnt mit erschreckenden Bildern von Überholvorgängen um das Problem zu verdeutlichen. Als Beispiel wird die auch uns bekannte Strecke im Stuttgarter Kaltental gezeigt.

Das Projekt OpenBikeSensor und unser Überholabstandsmesser werden dann als Teil der Lösung vorgestellt.

Wir freuen uns sehr über diesen gelungenen Beitrag. In den Tagen nach der Ausstrahlung kammen immer mehr neue Mitglieder in den Slack, die durch diese öffentliche Aufmerksamkeit von OpenBikeSensor erfahren haben, und nun Teil der immer weiter wachsenden Community geworden sind.

Den ganzen Fernsehbeitrag haben wir hier eingebunden, und auf swr.de dazu gibt es dazu auch noch einen schriftlichen Artikel.

OpenBikeSensor goes LGPL

Als Open-Source-Projekt freuen wir uns, bekanntgeben zu können, dass wir uns auf eine gemeinsame Lizenz für unsere bestehenden und zukünftigen Software-, Design- und Dokumentationswerke geeinigt haben.

Nach langer Diskussion hat sich die Community über die Grundsätze einer freien und quelloffenen Arbeit verständigt, die das Projekt hoffentlich lange begleiten werden.

Freier Zugang zu Information sowie deren freie Verwendung ist ein Grundsatz, der uns allen sehr wichtig ist. Daher stand auch nie wirklich zur Diskussion, eine Open-Source-Lizenz für unsere Werke zu wählen.

Wir haben uns gemeinsam entschieden, unsere Software-Projekte und Hardware-Designs sowie die begleitende Dokumentation unter den Bedingungen der GNU Lesser General Public License zu veröffentlichen.

Diese Lizenz entspricht unseren Wünschen nach folgenden Eigenschaften:

  • Alle dürfen die Werke verwenden, für private, öffentliche, kommerzielle und alle weiteren Zwecke. Wir schränken die Freiheit der Nutzung nicht ein.
  • Alle dürfen die Werke weiterentwickeln, sofern die Weiterentwicklung unter der gleichen Lizenz weiter veröffentlicht wird. In der Regel erfolgt dies durch Rückführen der Änderung ins Originalprojekt, worüber wir uns sehr freuen.
  • Eine kommerzielle Nutzung der Werke ist erlaubt, unter den Bedingungen der Lizenz. Wir haben den starken Wunsch, dass Unternehmen, die unsere Werke nutzen, auch unserem Grundsatz freier Daten folgen, und erhobene Daten in Form von Open Data veröffentlichen bzw. in unsere Veröffentlichungen integrieren.
  • Die Entwicklung von Werken, die unsere Werke beinhalten oder integrieren, ist erlaubt. Wir erzwingen mit der LGPL keine Verwendung einer bestimmten Lizenz, wünschen uns aber natürlich auch hier freie Lizenzen.

Sind das nicht unnütze Hürden?

Es mag unintuitiv erscheinen, doch eine Lizenz für die Bestandteile eines Projekts wie unseres ist keine Hürde für Menschen, die sich beteiligen wollen – im Gegenteil! Ohne richtige Lizenz greift nämlich einzig und allein das Urheberrecht, das die Nutzung oder Veränderung ohne Erlaubnis grundsätzlich verbietet. Dank einer Lizenz haben alle einen fest definierten Handlungsspielraum. Mit einer Open-Source-Lizenz speziell einen besonders großen. Alle wissen, was sie tun dürfen.

Die Freiheit von Informationen und Werkzeugen (frei, nicht kostenlos!) ist ein gesellschaftliches Gut, das wir fördern wollen. Dazu kommen viele strategische Vorteile, die Open-Source-Projekte genießen, die es voranbringen.

Wenn du mehr zum Thema Open Source, Freiheit von Software und Informationen wissen möchtest, schau dich doch einmal bei der Free Software Foundation um.

Werde auch du auch Teil des OpenBikeSensors! Dank Open-Source-Lizenz ist das einfach und unkompliziert möglich.